DerFan XPeng hebt sich von traditionellen deutschen Automobilherstellern vor allem dadurch ab, dass es sich als Technologieunternehmen versteht, das Autos baut – ähnlich wie Apple ein Smartphone.
Deswegen ist es mir auch vollkommen unverständlich, dass es immer noch keinen Waschstraßenmodus gibt. Und jetzt komme mir keiner mit Xcombos. Eine xcombo, die mir per Sprachausgabe mitteilt, was ich zu tun habe statt die notwendigen Einstellungen einfach vorzunehmen, ist nicht das, was ich unter dem zitierten Anspruch verstehe.
Ja, der Xpeng G6 ist ein gutes Auto und macht vieles richtig. Aber in vielen Ecken wirkt er im Vergleich zu einem Mercedes EQE wie ein Vorserienmodell, dass niemals zum Kunden gelangen darf. Der fehlende Waschstraßenmodus ist ein sehr klares Beispiel dafür.
Bei einem Auto, dass so von der Software definiert ist wie in der Selbstdarstellung von Xpeng kann es kein Problem sein einen Waschstraßenmodus so zu gestalten, dass nach Bestätigung und Neutral einlegen der Rest von der Software temporär verstellt wird:
Spiegel anklappen
verhindern, dass die Türgriffe rausklappen
verhindern, dass die Kofferraumklappe geöffnet wird
Scheibenwischer AUS
automatische Parkbremse aus (optional lösen nach Bestätigung)
Fenster Zu, Kindersicherung An
Und das, was das Auto an Vorkehrungen für die Waschstraße trifft, auf dem Schirm auflisten und abhaken.
Unten der Knopf, zum Verlassen des Waschstraßenmodus. Da geht es dann retour auf die vorherigen Einstellungen.
Das ist was die technische Herausforderung angeht, eine extrem tief hängende Frucht. Kapier ich nicht, dass Xpeng das nicht längt nachgereicht hat. Ist aber wahrscheinlich schlicht zu langweilig, weil da ist keine KI nötig, so eine simple Funktion zu realisieren.