Die Siegener Autohandelsgruppe Wahl (u. a. ältester aktiver BMW‑Händler) hat für sechs Gesellschaften Anträge auf Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Der Geschäftsbetrieb läuft an allen 31 Standorten in NRW, Hessen und Rheinland‑Pfalz vorerst normal weiter. Rund 1.000 Mitarbeiter sind betroffen; ihre Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld bis Ende November gesichert. Ab Dezember will das Unternehmen wieder so aufgestellt sein, dass die Gehälter aus dem laufenden Geschäft erwirtschaftet werden können.
Für Kunden heißt das aktuell: Werkstätten und Verkauf bleiben geöffnet, Verträge und Garantien bestehen weiter. Mittel‑ bis langfristig könnte es im Rahmen der Restrukturierung aber zu Änderungen bei Marken, Standorten oder Angeboten kommen.
Kurz gesagt: Die Wahl‑Gruppe ist nicht „pleite im Sinne von sofortiger Schließung“, sondern nutzt ein geordnetes Insolvenzverfahren, um sich neu aufzustellen und fortzuführen. Im Herbst 2024 musste das Unternehmen bereits das erste Mal Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden.
Quelle: https://www.autohaus.de/nachrichten/autohandel/wahl-group-muss-in-die-insolvenz-wahl-group-muss-in-die-insolvenz-3898187